Eigenschaften der Gauß-Verteilung

Die erste Ableitung ist $\frac{d P(x,\mu,\sigma^{2})}{dx} = - \frac{x-\mu}{\sigma^{2}} P(x,\mu,\sigma^{2}) $ und wie man in Abildung [*] leicht sehen kann, ist die Gauß-Verteilung im Gegensatz zur Binomialverteilung symmetrisch um ihr Maximum bei $x=\mu$. Das Maximum beträgt dort $P(x = \mu,\sigma^{2}) = \frac{1}{\sigma \sqrt{2 \pi}}$.

Die zweite Ableitung lautet $\frac{d^{2} P(x,\mu,\sigma^{2})}{dx^{2}} = \frac{1}{\sigma^{2}} \left( \frac{1}{\sigma^{2}} (x-\mu)^{2} \right) P(x,\mu,\sigma^{2}) $. Somit liegen die Wendepunkte bei $x = \mu \pm \sigma$.

Wahrscheinlichkeit:

Intervall innerhalb außerhalb
$\vert x-\mu\vert \leq 1 \sigma$ 68,27 % 31,73 %
$\vert x-\mu\vert \leq 2 \sigma$ 95,45 % 4,55 %
$\vert x-\mu\vert \leq 3 \sigma$ 99,73 % 0,27 %
$\vert x-\mu\vert \leq 4 \sigma$ 99,99 % 0,01 %
$\vert x-\mu\vert \leq 5 \sigma$ 5 $\cdot \; 10^{-7}$
Wenn $\mu$ bereits bekannt ist,
z.B. beim Würfeln oder abgeleitet einer bereits bekannten radioaktiven Zerfallskonstanten, dann definiert man $\sigma$ als die erwartete Standardbaweichung einer gaußverteilten Zufallsvariablen. Ein wichtiger Spezialfall ist, dass die Gaußverteilung der Grenzfall der Binomialverteilung ist

$\displaystyle \Rightarrow \sigma^{2} = \mu$    oder $\displaystyle \qquad \qquad \sigma = \sqrt{\mu}
$

Die Standardabweichung ist die Wurzel der erwarteten mittleren Zahl der beobachteten Ereignisse.
Wenn $\mu$ nicht von vorneherein bekannt ist,
dann muss man die Parameter schätzen.

\begin{displaymath}\begin{array}{rcl}
(n-1) \sigma^2 & = & \displaystyle \sum_{i...
...{i=1}^{n} ( x_{i}^{2} - \langle x \rangle^{2} ) \\
\end{array}\end{displaymath}