Die Grundidee der Berechnung ist aus Abbildung 1.8 ersichtlich. Sie stellt
einen Querschnitt durch den hier kreisrund mit Radius
angenommenen Strahler dar.
Die beiden
Polarkoordinaten
und
bezeichnen einen beliebigen Punkt
der
Reflektoroberfläche. Der Mittelpunkt des Strahlers, ein beliebiger Punkt auf
der Reflektoroberfläche und ein von ihm ausgehender und den Kreis tangierender Strahl
bilden ein rechtwinkliges Dreieck.
Figure 1.8:
Konstruktion eines nicht retroreflektierenden Reflektors
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Die Berechnungsidee besteht darin, dass die Reflektoroberfläche am Punkt
wenigstens senkrecht
zur zugehörigen Tangente stehen muß. Dann wird ein Strahl gerade nicht mehr in
den Strahler zurückgeworfen. Strahlen die in der Skizze von weiter links aus dem Strahler
kommen werden nach der Reflexion am Punkt
weiter rechts, also außerhalb des
Strahlerbereichs, passieren.
Drehen wir das rechtwinklige Dreieck
aus Abbildung 1.8 um den Punkt
um
wie in Abbildung 1.8,
so können wir die Steigung der Reflektoroberfläche in karthesischen Koordinaten als
und
ablesen, denn die Kathete zwischen
und
steht nun senkrecht zu
ihrer gedrehten Kathete.
Entsprechend den Bezeichnungen in Abbildung 1.8
gilt
daraus folgt mit der Analogie der beiden Dreiecke:
Mit der Umrechnung von Polarkoordinaten in karthesische Koordinaten
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(1.5) |
kann man nun die Differenzenquotienten
bilden. Aus ihnen gewinnen wir eine Differentialgleichung für die Form unserer
Reflektoroberfläche.
Diese Gleichung brauchen wir nur noch zu integrieren und erhalten die analytische
Bestimmungsgleichung für unseren Reflektor1.7.
![$\displaystyle \varphi = \varphi_{0} +
\int^{r_{2}}_{r_{1}} \sqrt{\frac{1}{r^{2}...
...{2}-1} + \mathrm{arcos}\left( \frac{R}{r} \right)
\right]^{r= r_{2}}_{r= r_{1}}$](img61.svg) |
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(1.6) |
Das ist der Form nach eine Zykloide (Rollkurve).Sie beschreibt die Bahn eines
Kreispunkts (Radius a),der ohne zu gleiten auf einer Geraden abrollt.
Allgemeine Form:
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(1.7) |
Parameterdarstellung mit Wälzwinkel
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(1.8) |