Vom strahlungsphysikalischen Standpunkt ist es sinnvoll, sich im Scheitelbereich eines Reflektors an das Konzept Abrollkurve, Hyperboloid oder Ellipsoid mit leicht dejustiertem Strahler zu halten. Bei anderen Grundtypen wrde die Strahlung aus dem Scheitelbereich den Strahler kreuzen. Besonders gravierend wirkt sich das beim Ellipsoiden aus. Oft liegt der Scheitelbereich in einer Lochung für die Strahlerfassung, Lüftung oder Strahleraufnahme. Dann entfällt dieser Aspekt.
Im Bereich der Lichtaustrittsöffnung geht es in erster Linie um die Einhaltung bestimmter Reflektordurchmesser oder um die Maximierung des eingefangenen Strahlungsflusses. Mit einem Ellipsoiden kann man die Reflektoröffnung klein halten und somit den Wirkungsgrad des Reflektors mit dem umfaßten Raumwinkel vergrößern. Die Strahlungsverteilung wird durch die Einschnürung im zweiten Brennpunkt stark abstandsabhängig. Die Verteilung bei Hyperboloid und Paraboloid ist weniger abstandsabhängig. Der Wirkungsgrad fällt durch die flachere Bauform kleiner aus.
Optimal für den Bereich zwischen Scheitel und öffnung ist oft der Hyperboloid. Reflektierte Strahlung wird auch hier vom Strahler weggelenkt. Gleichzeitig wird die Vorwärtsbündelung der Strahlung gewährleistet.
Die Eigenschaften der verschiedenen Reflektortypen sind in Tabelle 1.2
zusammengestellt.
| Typ | Wirkungsgrad |
Bestrahlungsstärke |
Gleichmäßigkeit | Entfernungsabhängigkeit |
| Paraboloid | mittel | hoch | mittel | sehr gering |
| Hyperboloid | gering | mittel | hoch | gering |
| Ellipsoid | hoch | sehr hoch | gering | sehr hoch |
| Sphäre | sehr hoch | gering | gering | hoch |
| Abrollkurve | sehr hoch | gering | gering | hoch |
| Spiegel | sehr gering | sehr gering | sehr hoch | hoch |