Prinzipiell lassen sich Facettenreflektoren frei gestalten.
Sinnvoll ist als ersten Schritt eine zweidimensionale Reflektorkontur zu erntwerfen, die dann in einem zweiten Schritt um eine Rotationsachse gedreht oder in die Tiefe extrudiert wird.
Rotationssymmetrische Reflektoren lassen sich durch die Anzahl der
Segmente
, d. h.
Drehungen um die Rotationsachse von
Grad skalieren.
Rinnenförmige Reflektoren lassen sich durch die Tiefe des Segments skalieren und an
Strahlerlängen, z. B.von Leuchtstoffröhren, anpassen.
Es ist vorteilhaft, Reflektoreigenschaften unter Ausnutzung der sich ins
Bestrahlungsfeld übertragenden Symmetrien in drei Schritten einzuarbeiten:
- Erarbeitung einer geeigneten Reflektorkontur in einem zweidimensionalen Schnitt
durch den künftigen Reflektor (Beschrieben in Kap. 1.5.4).
Es muß sichergestellt werden, dass die dreidimensionalen
Facetten senkrecht auf dieser Schnittebene stehen. Eine in dieser Ebene erreichte
Verteilung bleibt dann von den nachfolgenden Schritten unberhrt.
- Extrudieren der Reflektorkontur senkrecht zur Schnittebene. Der rinnenförmige Reflektor
ist nach diesem Schritt schon fertig. Er kann, muß aber nicht, auf eine bestimmte Länge
aufgezogen werden. Die änderung dieser Länge hat erheblichen Einfluß
auf die erzielte Bestrahlungsstärkeverteilung. Für den rotationssymmetrischen Reflektor
ist die Extrusionstiefe abhängig von der Winkelschrittweite und beträgt für den
von der Rotationsachse
. Abweichungen führen zu
Hinterschneidungen oder zu eventuell gewünschten Aussparungen im Reflektor.
Man erhält ein Reflektorsegment.
- Das Reflektorsegment wird nun durch
-fache Drehung um
zu einem
rotationssymmetrischen Körper.
Durch Veränderung der Segmentzahl vergrößert man die Gleichmäßigkeit der
Bestrahlung und die radiale Verteilung in der Nutzebene.