Die bisher genannten Reflektoren eignen sich auch ohne weiteres für den Einsatz mit
ausgedehnten Lichtquellen. Sie verlieren allerdings mit wachsender Strahlergröße ihre
speziellen Eigenschaften1.6.
Hat die reflektierende Fläche bzw. die Reflektoröffnung eine endliche Ausdehnung,
so verringert sich die Strahlungsintensität in den Richtungen, aus denen man am
Rand nur einen Teil der Lichtquelle sieht, nach außen auf Null.
In der Nähe des Reflektorscheitelpunkts von Paraboloid, Hyperboloid und Ellipsoid sieht man das Strahlerbild am stärksten vergrößert, da das Wegverhältnis
Strahlerbild-Reflektor zu Strahler-Reflektor hier am größten ist.
Strahlerinhomogenitäten werden ins Bestrahlungsfeld übertragen.
Besonders bei Bügelstrahlern wirft der Bügel einen deutlich als Einkerbung im
Bestrahlungsfeld sichtbaren Schatten.
Abhilfe schafft hier eine Streustruktur, ausgeführt beispielsweise als Hammerschlagoberfläche
des Reflektors oder als transparente Abschlußscheibe mit Streustruktur.
In der Automobilindustrie werden spezielle Scheinwerferabschlußscheiben verwendet, die
eine gewünschte Bestrahlungsverteilung erzeugen.
Die Erzeugung einer bestimmten Strahlungsverteilung erfolgt meistens empirisch mit vohandenen
Streuscheibenmaterial bzw. mehreren Versuchen mit skalierbarer Reflektoroberflächenstruktur.
Mehr als eine Verbreiterung der Bestrahlungsstärkeverteilung und Verwischung der
Strahlerinhomogenitäten ist sehr aufwendig und wird, so man dazu in der Lage ist,
immer öfter mittels durchgerechneter
Freiflächenreflektoren erreicht. Mehr dazu in Kapitel 1.5.